Ausdauer- und Krafttraining: Wann die Werte fallen – und wann sie steigen
Grundsätzlich können Menschen mit Typ-1-Diabetes fast alle Sportarten ausüben. Wichtig ist nur, dabei die Glukosewerte gut im Blick zu behalten. Wie der Blutzucker auf Bewegung reagiert, hängt vor allem davon ab, was Sie trainieren und wie intensiv.
Länger andauernder Ausdauersport wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen lässt die Werte häufig kurzfristig sinken. Kurze, intensive Belastungen wie Krafttraining oder Sprints können den Blutzucker dagegen vorübergehend ansteigen lassen. Sinnvoll kann eine Mischung aus beiden Formen sein, etwa Intervalltraining oder Sportarten mit wechselnder Belastung.
Auch nach dem Training bleibt der Stoffwechsel aktiv. Die Muskeln füllen ihre Energiespeicher wieder auf und nehmen dafür Glukose aus dem Blut auf. Gleichzeitig ist die Insulinempfindlichkeit oft noch über Stunden erhöht. Das kann zu späten Unterzuckerungen führen – vor allem nach längeren oder intensiven Einheiten und nach Sport am Abend. Nachts ist deshalb besondere Vorsicht wichtig. Wer nach dem Training öfter nächtliche Unterzuckerungen erlebt, sollte den eigenen Trainings- und Insulinplan mit dem Diabetes-Team besprechen.