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Unsichtbarer Reiz: Duftstoffe bei Asthma

Duftstoffe stecken im Alltag fast überall: in Parfüms und Kosmetikprodukten, Weichspülern und Reinigungsmitteln, Raumsprays und Duftkerzen. Sie sollen für „frische Wäsche“ oder eine „wohlige Atmosphäre“ sorgen. Doch was angenehm duftet, ist nicht für jeden angenehm zu atmen. 

© Stocksy

Gerade für Menschen mit Asthma können Duftstoffe die Atemwege reizen. Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) können unter anderem Husten, Atembeschwerden und in manchen Fällen auch Asthmaanfälle auftreten.

Besonders in geschlossenen oder schlecht gelüfteten Räumen können Duftstoffe zum Problem werden. Dort sammeln sich reizende Stoffe leichter in der Luft. Wer ohnehin empfindliche Atemwege hat, spürt das oft schnell. Die Beschwerden verschwinden zudem nicht immer sofort, sondern können noch über Stunden oder Tage nachwirken.

Akute Beschwerden werden in der Regel mit den verordneten Asthma-Medikamenten behandelt. Wenn Sie häufiger auf Düfte reagieren, sollten Sie das in Ihrer Arztpraxis ansprechen – vor allem dann, wenn sich Husten, Engegefühl oder Luftnot nach Kontakt mit Duftprodukten verstärken.

So senken Sie die Duftstoffbelastung

Nicht jeder Mensch mit Asthma reagiert auf Duftstoffe. Wenn Sie aber bemerken, dass Parfüm, Duftkerzen oder andere stark riechende Produkte Beschwerden auslösen, hilft vor allem eins: Reize reduzieren.

  • Möglichst auf Duftstoffe verzichten

    Wählen Sie Produkte ohne Duftstoffe, insbesondere bei Wasch- und Putzmitteln, Seifen, Duschgels und anderen Pflegeprodukten.

  • Regelmäßig lüften

    Lüften Sie den Raum nach dem Waschen, Putzen oder der Verwendung von Duftprodukten. Wenn es unangenehm riecht, ist es sinnvoller, die Ursache wie Müll, Feuchtigkeit oder Schimmel zu beseitigen, statt den Geruch zu überdecken.  

  • Sparsam dosieren

    Mehr Produkt bedeutet in der Regel auch mehr Duftstoffe, aber nicht mehr Sauberkeit. 

  • Raumbeduftung ansprechen

    Reagieren Sie am Arbeitsplatz auf Duftstecker oder andere Raumbeduftung, sprechen Sie das Thema offen an. Oft lässt sich gemeinsam eine Lösung finden.

„Parfümfrei“ ist nicht immer eindeutig

Wichtig ist auch: Verlassen Sie sich nicht blind auf Aufschriften wie „parfümfrei“ oder „duftfrei“. Laut DAAB wurden bei einer Überprüfung von entsprechend gekennzeichneten Körperpflegemitteln in rund 20 Prozent der untersuchten Produkte dennoch Duftstoffe nachgewiesen.

Tipp

Mehr Sicherheit bietet das DAAB-Logo. Es kennzeichnet Produkte, die geprüft wurden und ohne Duftstoffe sowie potente Allergieauslöser auskommen.

© Getty Images

Mehr Luft mit dem Sport: So stärken Sie Ihre Lunge

Asthma ist kein Grund, auf Sport zu verzichten. Im Gegenteil: Ausdauertraining ist eine sinnvolle Ergänzung der Asthma-Therapie. Regelmäßige Bewegung kann die Ausdauer verbessern, die Atemmuskulatur stärken und die Belastbarkeit erhöhen. Herz und Kreislauf arbeiten effizienter, die Atmung wird oft ruhiger und tiefer. Auch der Schleimtransport in den Atemwegen kann profitieren. So fällt mit der Zeit vieles im Alltag leichter – vom Treppensteigen bis zur längeren Radtour.

Welche Sportarten gut passen

Grundsätzlich eignen sich bei Asthma alle Ausdauersportarten, die Sie langsam beginnen und regelmäßig ausüben können. Dazu zählen zum Beispiel Laufen, Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren, Wandern, aber auch Tanzen und Inline-Skating. Bei laufintensiven Sportarten mit kurzen, sehr intensiven Belastungsspitzen wie Fußball, Handball, Basketball, Tennis oder Squash sollten Sie eher vorsichtig sein. 

Entscheidend sind immer die individuelle Belastbarkeit und eine gute Asthmakontrolle. Mehrmals pro Woche moderat zu trainieren, ist meist sinnvoller als einmal alle zwei Wochen übermäßig zu joggen. 

Wenn Sie nicht allein starten möchten, finden Sie bei der IKK classic passende Gesundheitskurse in Ihrer Nähe. In der Kursdatenbank stehen zahlreiche qualitätsgeprüfte Angebote zur Auswahl, die von qualifizierten Fachleuten geleitet werden. So fällt der Einstieg oft leichter – und das Training lässt sich von Anfang an gut an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. 

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Erst aufwärmen, dann loslegen

Unabhängig von der Sportart hilft ein klarer Ablauf. Das Training lässt sich in drei Phasen einteilen:

Aufwärmen

Nehmen Sie sich 10 bis 15 Minuten Zeit, um Ihren Körper vorzubereiten, beispielsweise durch zügiges Gehen, lockere Bewegungen oder leichte Dehnübungen. Gleich mit voller Belastung loszulegen, kann die Lunge schnell überlasten.

Training

Jetzt darf es etwas intensiver werden, aber nicht bis an die persönliche Grenze. Wird die Atmung deutlich schwieriger, nehmen Sie Tempo heraus oder legen Sie eine Pause ein. 

Abkühlen

Nach dem Sport sollten Sie das Tempo langsam reduzieren. Entspannungsübungen, atemerleichternde Positionen oder die Lippenbremse können dabei helfen.

Sicherheit beim Training: Worauf Sie achten sollten

Die wichtigste Voraussetzung für Sport bei Asthma ist eine gut eingestellte Erkrankung. Lassen Sie vor dem Start in Ihrer ärztlichen Praxis klären, welche Sportart für Sie geeignet ist, wie oft Sie trainieren sollten und welche Belastung sinnvoll ist. In manchen Fällen kann auch ein Lungenfunktionstest helfen, die Belastbarkeit besser einzuschätzen.

Ebenso wichtig ist die passende Medikamentenstrategie. Besprechen Sie, ob Sie vor dem Sport ein Medikament einnehmen sollten und was im Fall von Beschwerden hilft. Generell gilt:

  • Pausieren Sie mit dem Sport während oder kurz nach einem Infekt. 

  • Vermeiden Sie es bei Pollenallergie, Ihre Übungen während der Hauptbelastungszeit draußen durchzuführen. 

  • Achten Sie auf die Wetterbedingungen. Generell sind kalte, trockene oder staubige Umgebungen für Sport bei Asthma ungeeignet.

  • Nehmen Sie Ihr Notfallmedikament beim Training immer mit.

Aktiv werden – aber wo anfangen?

Mit dem richtigen Kurs fällt der Einstieg in mehr Bewegung oft leichter. Ob online oder vor Ort: Die IKK classic bietet eine große Auswahl zertifizierter Gesundheitskurse und unterstützt die Teilnahme mit bis zu 180 Euro pro Jahr.

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Asthma-Symptome lindern: So hilft die richtige Ernährung

Asthma lässt sich durch Ernährung zwar nicht heilen, aber spürbar positiv beeinflussen. Denn als chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege reagiert der Körper empfindlich auf das, was wir essen: Während einige Lebensmittel Entzündungen fördern, können andere dazu beitragen, sie zu lindern und die Beschwerden zu verringern.

Frisches, pflanzenbasiertes Essen ist für Menschen mit Asthma besonders empfehlenswert. Obst und Gemüse liefern wertvolle Antioxidantien wie Vitamin C, E, Beta-Carotin, Flavonoide und Ballaststoffe – sie helfen, oxidativen Stress zu reduzieren.

Person schneidet eine Avocado © GettyImages

Was ist oxidativer Stress?

Oxidativer Stress entsteht, wenn freie Radikale – aggressive Moleküle – im Körper übermäßig vorhanden sind und Zellen sowie Gewebe schädigen. Dies kann Entzündungen verstärken und die Atemwege zusätzlich belasten. Antioxidantien wirken als natürliche Radikalfänger, schützen die Zellen und können so dazu beitragen, die Symptome zu verbessern.

Diese Lebensmittel unterstützen Ihre Lunge:

  • Gesunde Fette: Omega-3-Fettsäuren aus Fisch (z. B. Lachs) oder pflanzlichen Ölen wie Oliven- oder Leinsamenöl wirken entzündungshemmend.

  • Zitrusfrüchte & Beeren: Orangen, Zitronen, Kiwis und Beeren sind reich an Ballaststoffen, Antioxidantien und Vitamin C.

  • Orangefarbenes Obst & Gemüse: Karotten, Süßkartoffeln, Mangos und Aprikosen enthalten Beta-Carotin, das Entzündungen mildern und die Lungenfunktion unterstützen kann.

  • Tomaten: Sie liefern Lycopin, ein starkes Antioxidans, das die Atemwege schützt.

  • Ingwer & Kurkuma: Ingwer enthält Shogaole, die die Atemwege entspannen können. Kurkuma liefert Curcumin, ein starkes Antioxidans mit entzündungshemmenden Eigenschaften.

  • Bohnen: Sie fördern eine gesunde Darmflora, die für ein starkes Immunsystem wichtig ist.

Darauf sollten Sie verzichten

Vermeiden Sie möglichst stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte, Snacks oder Limonaden mit Farbstoffen. Sie enthalten häufig Zusatzstoffe wie Sulfite, Tartrazin, Glutamat sowie Transfette und Omega-6-Fettsäuren – Substanzen, die Entzündungen fördern, die Lunge reizen und Asthma-Symptome verstärken können. Auch bestimmte Nahrungsmittelallergien, etwa gegen Ei, Milch, Soja, Weizen oder Nüsse, können Auslöser sein. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, Zusammenhänge zwischen Beschwerden und Lebensmitteln besser zu erkennen.

IKK Promed

Ob Asthma, Brustkrebs, COPD, Diabetes Typ 1 und Typ 2, Koronare Herzkrankheit, Osteoporose oder rheumatoide Arthritis: IKK Promed versorgt Sie mit strukturierten Behandlungsprogrammen, bezieht Sie in Entscheidungen mit ein und ermöglicht Ihnen so einen selbstbestimmten Umgang mit Ihrer chronischen Krankheit.

Mehr über IKK Promed: Asthma bronchiale

Peak-Flow-Meter: Frühwarnsystem bei Asthma

Wie frei sind Ihre Atemwege gerade? Das Peak-Flow-Meter kann dabei helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Beschwerden besser einzuordnen. Das kleine Gerät misst, wie schnell Sie Luft ausatmen können – und kann Hinweise darauf geben, ob die Bronchien frei sind oder sich verengen. Gerade bei schwerem oder instabilem Asthma kann das zum wichtigen Frühwarnsignal werden. 

© Shutterstock

So funktioniert das Peak-Flow-Meter

Das Peak-Flow-Meter ist klein, handlich und leicht zu bedienen. Sie atmen so kräftig wie möglich in das Mundstück aus. Gemessen wird der maximale Luftstrom in Litern pro Minute. Am besten lassen Sie sich die Anwendung zu Beginn einmal in Ihrer Arztpraxis oder von geschultem Fachpersonal zeigen. Ihr persönlicher Bestwert wird anschließend gemeinsam festgelegt.

Messen Sie Ihren Peak-Flow über zwei bis drei Wochen regelmäßig und halten Sie die Werte in einem Tagebuch oder einer Tabelle fest. So lässt sich auch besser einschätzen, ob Ihre Medikamente ausreichend wirken und wie sich Ihr Asthma entwickelt.

Möchten Sie Ihre Daten lieber digital verwalten? Dafür ist das GesundheitsCockpit in der IKK classic-App für Sie da. Dort lassen sich Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente und Arzttermine übersichtlich dokumentieren und im Alltag leichter im Blick behalten. 

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Das Ampelschema: Was die Werte bedeuten

Orientierung bietet das Ampelschema. Je nachdem, wie stark Ihr gemessener Wert vom persönlichen Bestwert abweicht, fällt er in den grünen, orangen oder roten Bereich:

  • Grün: 80 bis 100 Prozent des Bestwertes – das Asthma ist meist gut kontrolliert.

  • Orange: 60 bis 80 Prozent – Warnsignal, die Bronchien sind verengt.

  • Rot: unter 60 Prozent – akuter Handlungsbedarf, ein Asthmaanfall kann drohen. Im roten Bereich gilt: Notfallmedikament anwenden, eine atemerleichternde Haltung einnehmen und ärztliche Hilfe holen.

Tipp: Peak-Flow richtig messen

Messen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit und unter denselben Bedingungen, am besten morgens und abends im Stehen. Pro Messzeitpunkt machen Sie drei Versuche und notieren den besten Wert. Wenn die Werte auffällig sind oder Beschwerden zunehmen, sollten Sie das früh ärztlich abklären lassen.

Frau sitzt im Büro auf Stuhl und entspannt sich

Kursangebote

Onlinekurse Entspannung und Stressbewältigung

Stress und Anspannung können sich auch auf die Atmung auswirken. Unsere Onlinekurse helfen Ihnen, mehr Ruhe in Ihren Alltag zu bringen und Belastungen besser zu bewältigen. Zu den Online-Entspannungskursen

Neues aus dem Disease-Management-Programm (DMP)

  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Neuer Evaluationsbericht zum DMP Asthma bronchiale

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